Dragon Age-Veteran rechnet mit KI ab: Tech-Tools bedrohen die nächste Dev-Generation
KI ist seit einer Weile eines der heißesten Themen in der Gaming-Branche, sowohl in positiver als auch in negativer Hinsicht. Die Gefahren dieser Technologien sollten nach Ansicht von David Gaider – ehemaliger BioWare-Autor und Lead Writer der ersten drei Dragon-Age-Spiele – nicht ignoriert werden.
Er sieht bei der Nutzung von KI mehrere Probleme, etwa im Hinblick auf die mangelnde Beständigkeit der künstlichen Intelligenz. KI-Ausgaben nachträglich korrigieren zu müssen, ohne zu wissen, warum sie überhaupt auf dieses Ergebnis gekommen ist, "wäre verdammt frustrierend ... die Technik ist einfach noch nicht marktreif", sagte er gegenüber GamesRadar. "Es gibt nur eine Menge Führungskräfte, die das unbedingt herbeisehnen."
Gleichermaßen kritisch betrachtet er die Tatsache, dass Routineaufgaben, um die sich sonst Junior-Entwickler kümmern, auf die KI übertragen werden: "Wie wollen wir die nächste Generation von Entwicklern ausbilden, wenn wir jede Einstiegsaufgabe wegrationalisieren?"
Kreative Köpfe: David Gaider nach BioWare
David Gaider prägte als Lead Writer maßgeblich das Universum von Dragon Age. Nach seinem Abschied von BioWare im Jahr 2016 gründete er die Summerfall Studios, mit denen er 2023 das von Kritikern gefeierte, narrative Musical-Abenteuer Stray Gods veröffentlichte.
Aktueller KI-Einsatz in der Praxis und Urheberrechtsfragen
Von vielen Teams und Studios wird KI bereits eingesetzt, auch generative KI. Häufig wird erklärt, dass sie der Unterstützung in frühen Entwicklungsphasen dient oder Platzhalter erschafft, die später von handgemachten Inhalten ersetzt werden. Gaider kritisiert zudem, dass die Künstler der Plünderung ihrer Daten nie zugestimmt haben.
Zuletzt gab es bei dem während des Xbox Games Showcase angekündigten Crazy Taxi: World Tour von Sega Diskussionen rund um die KI-Nutzung. Daraufhin stellte der Serienschöpfer klar, wie man die Technologie einsetzt.
Ethische Bedenken und bewusster Verzicht in der Industrie
Auch andere Kreative sehen die Vor- und Nachteile dieser Technologie. David Szymanski (Iron Lung, Dusk) ist etwa "nicht kategorisch gegen KI als Technologie an sich". Inakzeptabel findet er jedoch, "alle ethischen Bedenken bezüglich Plagiaten, Umweltauswirkungen und Arbeitsplatzsicherheit einfach beiseite zu wischen".
Danny Koo, Executive Producer von Marvel Rivals, betont, dass sein Team komplett auf KI-Grafiktools verzichtet, um sicherzustellen, dass die Assets des Spiels nicht "kontaminiert" werden.









