Nur wenige Wochen nach der Enthüllung von Doom: The Dark Ages - Revelations hat Xbox tiefgreifende Kürzungen beim Entwickler id Software vorgenommen. Das könnte das Studio und seine Spiele für immer verändern. Vorerst scheinen die Spieler die Erweiterung jedoch zu genießen – abgesehen von einer neuen Waffe, die die Meinungen spaltet.

Die Entlassungen bei id Software

Im Zuge globaler Umstrukturierungen bei Microsoft, dem Mutterkonzern von Bethesda und id Software, kam es 2026 zu schmerzhaften Entlassungen. Diese massiven Sparmaßnahmen wecken in der Community große Sorgen um die kreative Zukunft der Doom-Marke.

Zum Zeitpunkt dieses Artikels steht Revelations bei einer "Sehr positiv"-Bewertung auf Steam. Das ist normalerweise ein guter Gradmesser für die Stimmung. Einige Spieler beschreiben den DLC als eine Mischung aus Doom: The Dark Ages und Doom Eternal. Genau dieses Gefühl hatte ich auch bei einer Hands-off-Demo vor ein paar Wochen. "Das fühlt sich nicht einmal wie ein DLC an, das ist wie eine vollwertige Fortsetzung", sagte ein Spieler. "Fühlt sich an wie eine Hommage an alles, was Doom ausmacht, und ist trotzdem innovativ", meinte ein anderer. Während der erwähnten Vorschau bestätigte Game Director Hugo Martin genau dieses Ziel: Man wolle die Geschichte der Serie mit den Bonus-"Retro-Leveln" von Revelations und dem übergreifenden Design ehren.

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Ein genauerer Blick auf die Steam-Foren und das Doom-Subreddit zeigt jedoch, dass viele Spieler mit der umstrittenen neuen Kettenspeer-Waffe (Chain Spear) nicht zurechtkommen. Diese bringt überraschend viele Upgrades und Fähigkeiten mit sich. "Mein Problem sind zu viele Optionen bei einem einzigen Gegenstand. Wenn mich Feinde umzingeln, fällt es mir schwer, den richtigen Angriff zu wählen. Also spamme ich einfach alles völlig zufällig", postete Steam-Nutzer Terepin.

Wer ist Hugo Martin?

Hugo Martin ist der amtierende Game Director bei id Software. Er prägt die Neuausrichtung der Doom-Reihe maßgeblich seit dem erfolgreichen Reboot von 2016. Zuvor arbeitete er unter anderem als Concept Artist für den Film Pacific Rim und bei Naughty Dog.

Aber wie Martin auf dem Preview-Event betonte – und wie auch andere anmerken –, kann es etwas dauern, bis ihr euch an den Kettenspeer gewöhnt habt. Daran möchte allerdings nicht jeder glauben. "Bisher fühlt sich dieser DLC so an, als wolle er zu viele Dinge auf einmal", sagte ein Reddit-Nutzer. Andere Spieler wundern sich über Tutorials, die nicht deutlich machen, dass die neue Speer-Steuerung standardmäßig gar nicht mit Tasten belegt ist. "Es fühlt sich an, als hätte niemand die Speer-Steuerung getestet", schrieb ein anderer User. "Ich spiele jetzt etwa eine Stunde und kann es kaum erwarten, den Schild zurückzubekommen. Ich hasse es so sehr, mit diesem Ding zu spielen."

Image credit: Bethesda Softworks

Auch wenn wir The Dark Ages - Revelations selbst noch nicht gespielt haben, können wir euch verraten, dass der DLC die Ereignisse des Hauptspiels fortsetzt. Diese spielen sich vor den Geschehnissen von Doom 2016 ab. Der Titel folgt einer Metroidvania-Struktur und legt den Fokus auf Endgame-Inhalte. Der neue Kettenspeer und andere Upgrades ermöglichen es dem Doom Slayer, Distanzen besser zu überwinden – ein klarer Kontrast zum schwerfälligeren Kampfansatz des Hauptspiels.

Im Eurogamer.de-Test zu Doom: The Dark Ages (4 Sterne) nannte Martin es "Metal as fuck", zog es aber auch vor, dass es bei einem Mittelalterexperiment für diese Reihe bleibt: "Und so sehr ich es liebe, dass es ein Doom: The Dark Ages gibt und es auf keinen Fall missen möchte – ein zweites davon braucht die Welt so schnell sicher nicht." Wie seht ihr das?