Clair Obscur Expedition 33: "Eines der schönsten RPGs" - Technik-Experten sind beeindruckt
Clair Obscur: Expedition 33 hat sich mit seinem einzigartigen Stil und seinem starken Gameplay schnell als eines der bestbewerteten rundenbasierten Rollenspiele der letzten Jahre etabliert. Besonders die Grafik hinterlässt Eindruck: Mithilfe der Unreal Engine 5 nutzt das Spiel Technologien wie Lumen, Nanite und Virtual Shadow Maps, um abwechslungsreiche und fantasievolle Umgebungen zu schaffen, von industriellen Städten bis hin zu surrealen Korallenwäldern. Die visuelle Vielfalt verleiht dabei jedem Gebiet eine eigene Identität. Digital Foundry hat sich das Spiel nun näher angeschaut.
Abstriche auf der Series S
Die Kombination aus Software-basiertem Lumen und Nanite verhindert sichtbaree LOD-Pop-ins und sorgt demnach für ansprechende Lichtverhältnisse. Zwar fehlt Hardware-Lumen, was zu kleinen Schwächen bei der Objektintegration führt, doch insgesamt hinterlassen die Umgebungen einen hochwertigen Eindruck. Auch die Schatten überzeugen, besonders im Qualitätsmodus der PS5 Pro, obwohl einige Bereiche überzeichnete Kanten aufweisen. Reflexionen sind ebenfalls vorhanden, wirken aber oft weichgezeichnet und subtil eingesetzt.
Clair Obscur: Expedition 33 - DF Review - PS5/PS5 Pro/Xbox Series X|S - An Exceptional Achievement Auf YouTube ansehenDie Cutscenes sind laut Digital Foundry technisch beeindruckend umgesetzt, mit starker Inszenierung, Tiefenunschärfe und gelungenen Charaktermodellen. Allerdings fällt die Lippensynchronisation etwas ab. Zudem zeigen vorgerenderte Videos Kompressionsartefakte, die die Atmosphäre etwas stören. Dafür glänzen die Kämpfe umso mehr: Mit dynamischen Kamerafahrten, Partikeleffekten und stilvoller Benutzeroberfläche bieten sie eines der visuell eindrucksvollsten Kampfsysteme im Genre.
Clair Obscur lässt sich mit Persona vergleichen, wobei die aufwendig animierten und gestalteten Menüs die offensichtlichste Verbindung darstellen. | Image credit: Kepler Interactive/Digital FoundryDie Performance ist nach Angaben der Technik-Experten auf den meisten Konsolen solide. Auf der PS5 Pro gibt es zwei Modi: 30 fps mit besserem Licht und Details oder 60 fps mit kleinen Abstrichen bei Beleuchtung und Reflexionen. In beiden Fällen ist die Bildqualität durch hochskalierte Auflösungen (~1440p bzw. ~1080p) solide, wenn auch durch Aliasing und TSR-Upscaling etwas weich. Cutscenes leiden in beiden Modi unter schwankendem Frame-Pacing, was man als klaren Schwachpunkt bezeichnet.
Der größte offensichtliche Unterschied zwischen den Performance- und Qualitätsmodi besteht – neben der Bildrate – in der Qualität von Beleuchtung, Schatten und Reflexionen. | Image credit: Digital FoundryPS5 und Xbox Series X liefern eine ähnliche Darstellung wie die PS5 Pro, jedoch mit leicht reduzierten Auflösungen. Der 60 fps-Modus ist stabil und klar empfehlenswert, besonders da das Spiel auf präzises Timing bei Paraden und Ausweichmanövern setzt. Die Xbox Series S hingegen bietet nur einen eingeschränkten 30 fps-Modus mit deutlichen grafischen Einschnitten: Lumen-Reflexionen werden durch Screen-Space-Reflexionen ersetzt, die globale Beleuchtung ist vereinfacht und Details reduziert.
Die Series S ist im Vergleich zur Series X-Version (und tatsächlich auch zu PS5 und PS5 Pro) des Spiels leider im Nachteil, mit großen Einschnitten bei wichtigen visuellen Funktionen und lediglich einem 30 fps-Modus. | Image credit: Digital FoundryTrotz kleinerer technischer Schwächen ist Clair Obscur: Expedition 33 für Digital Foundry ein außergewöhnlich gelungenes Rollenspiel. Die Kombination aus starker Grafik, originellem Design, atmosphärischer Musik und innovativem Kampfsystem hebt es deutlich von der Masse ab. Dass ein kleines Team mit begrenzten Ressourcen eine derart hochwertige Erfahrung schaffen konnte, spricht nach Ansicht der Technik-Experten für das Potenzial der UE5, ebenso für die kreative Vision dahinter. Wer rundenbasierte RPGs mag, sollte dieses Spiel nicht verpassen.









