Super Mario Galaxy 1 & 2 im Technik-Check: Die definitive Version für Switch und Switch 2
Pünktlich zum 40. Jubiläum seines Maskottchens veröffentlicht Nintendo Super Mario Galaxy 1 und 2 in einer neuen Edition für alle Switch-Nutzer. Die Neuauflage zielt darauf ab, die definitive Version dieser beiden Wii-Klassiker zu sein und schließt eine Lücke, die durch die zeitlich begrenzte Verfügbarkeit der Super Mario 3D All-Stars-Kollektion entstanden ist, in der zudem Super Mario Galaxy 2 fehlte.
Digital Foundry hat sich näher mit den beiden neuen Versionen befasst, die eine Reihe von visuellen Verbesserungen bieten, wobei insbesondere die Switch 2 hervorsticht, da sie beide Spiele in einer nativen 4K-Auflösung darstellt. Die Originalspiele von 2007 und 2010 gelten als Meilensteine des Genres, die durch ihr innovatives Leveldesign, die clevere Kameraführung und einen opulenten Orchester-Soundtrack auch heute noch beeindrucken.
Ein Sprung in der Bildqualität, besonders auf der Switch 2
Der größte technische Unterschied zwischen den Konsolen liegt demnach in der Auflösung. Während die originale Switch eine dynamische 1080p-Auflösung bietet, die in anspruchsvollen Arealen wie der Sternwarte auf 918p oder in Bowsers Festung sogar auf 810p fallen kann, liefert die Switch 2 durchgehend eine native 4K-Auflösung (3840x2160) ohne Einbrüche.
Auf beiden Konsolen fehlt jedoch Anti-Aliasing, was zu sichtbaren Treppeneffekten an den Kanten führt. Die vierfache Pixelanzahl der Switch 2 hilft laut Digital Foundry jedoch, dieses Kantenflimmern deutlich zu minimieren, was die Darstellung auf einem 4K-Display erheblich verbessert und diese Version effektiv zu einem Muss für Besitzer solcher Bildschirme macht.
Auf YouTube ansehenDie neue Version baut auf der Arbeit auf, die Nintendo bereits für die 3D All-Stars-Kollektion geleistet hat. Das bedeutet, dass das in 1080p gestaltete HUD, die Textelemente sowie die neu gerenderten Zwischensequenzen aus dieser früheren Veröffentlichung übernommen wurden. Ein Wermutstropfen ist, dass diese Elemente auch auf der Switch 2 in 1080p verbleiben, was nach Ansicht der Technik-Experten eine verpasste Gelegenheit für eine vollständige 4K-Überarbeitung darstellt.
Die wichtigste Neuerung ist jedoch die vollständige Überarbeitung der Texturen. Im Gegensatz zur 3D All-Stars-Version, die noch die originalen Wii-Assets verwendete, wurden für die Neuauflage fast alle Oberflächen mit neu generierten, hochauflösenden Textur-Maps versehen. Dies führt zu deutlich schärferen und detaillierteren Umgebungen, was besonders bei Erd-, Stein- und Grastexturen sichtbar wird, aber auch bei Charakterdetails wie Marios Jeans-Latzhose oder Prinzessin Peachs Augen.
In Sachen Performance überzeugen beide Spiele auf beiden Konsolen nach Angaben von Digital Foundry mit felsenfesten 60 Bildern pro Sekunde. Die Switch 2 hält diese Bildrate mühelos auch in 4K, selbst in den belebtesten Levels. Die originale Switch zeigt ebenfalls keine nennenswerten Einbrüche unter 60fps, selbst mit den neuen, höher aufgelösten Texturen. Dies ist eine Verbesserung gegenüber der Wii-Version, die gelegentlich leichte Einbrüche in den 50er-Bereich aufwies. Zusätzlich zu den neuen Texturen gibt es weitere kleine visuelle Verbesserungen, wie eine erhöhte Darstellungsdistanz für Schatten von Gegnern und eine optimierte Geometrie von Charaktermodellen auf größere Entfernung. Kleinere Kritikpunkte aus der 3D All-Stars-Version, wie Kompressionsartefakte in Zwischensequenzen und gelegentliches Color-Banding am Himmel, wurden jedoch nicht behoben.
Insgesamt stellt die Neuveröffentlichung von Super Mario Galaxy 1 und 2 für Digital Foundry jedoch das "komplette Paket" dar. Sie kombiniert die bereits vorhandenen Vorteile der 3D All-Stars-Version (UI, Steuerung, Zwischensequenzen) mit den neuen, hochwertigeren Texturen und weiteren visuellen Anpassungen. Als Bonus ist auch der Soundtrack der Spiele wieder direkt über das Titelmenü zugänglich. Der einzige Punkt, bei dem die originale Wii-Version möglicherweise noch einen Vorteil hat, ist die IR-Pointer-Steuerung. Diese war besonders in Galaxy 2 für das Sammeln von Sternenteilen oder die Steuerung mit Yoshi präzise und intuitiv. Die Switch-Versionen simulieren dies durch eine Gyro-Steuerung, Analog-Stick-Mapping oder den Touchscreen, wobei sich die Gyro-Steuerung den Technik-Experten zufolge im Dock als gewöhnungsbedürftig erweisen kann.









