CD Projekt Red hat 37 Minuten neues Cyberpunk 2077-Material von der Switch 2 veröffentlicht – direkt aufgenommen in 4K bei 30 fps im Qualitätsmodus, während das Spiel im Dock lief. Das Spiel erscheint am 5. Juni als Launch-Titel der neuen Konsole, und das gezeigte Material lässt auf eine erstaunlich stabile Umsetzung hoffen. Die gezeigten Szenen decken alle Aspekte des Gameplays ab: Kämpfe, Story-Sequenzen und Fahrten durch Night City. Dabei sind vor allem bei schnellen Fahrten in Autos vereinzelt Framerate-Einbrüche auf 20 bis 30 fps sowie einzelne Ruckler beim Durchqueren der Spielwelt erkennbar. Ist man zu Fuß unterwegs – selbst in dichten Menschenmengen –, hält das Spiel anscheinend jedoch konstant die 30 fps-Marke. Digital Foundry hat das Video näher analysiert und verrät, was man daraus gelernt hat.

Überraschend positiv

Im Vergleich zur PS4-Version wirkt die Switch-2-Umsetzung demnach deutlich stabiler. Während auf der PS4 weiterhin starkes Pop-ins und Ruckler beim Durchqueren der Stadt auftreten, zeigt sich die neue Nintendo-Konsole durchweg flüssiger. Zwar zeigt sich die Xbox Series S im Qualitätsmodus mit ihrer "Post-last-gen"-Performance ambitionierter, aber die Switch 2 schlägt sich beachtlich. Fragezeichen bleiben noch im Hinblick auf den 40 fps-Modus auf der Switch 2 – hier gibt es derzeit kein aktuelles Material.

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Ein großer Pluspunkt ist laut Digital Foundry die Bildqualität: Dank DLSS-Upscaling auf dem Nvidia T239-Chip wird trotz teils niedriger interner Auflösungen ein sauberes Bild erzielt. Das Ziel sind 1080p im Dock, intern werden jedoch in schwierigen Szenen Auflösungen wie 720p oder 792p erreicht. DLSS rekonstruiert daraus meist ein stimmiges Bild mit wenig Flimmern und guter Schärfe, insbesondere bei statischen Motiven.

Zum Vergleich: Die Series S rendert zwischen 1296p und 1440p mit FSR 2, während die PS4 nur 720p bis 900p mit einer eigenen TAA-Lösung schafft. Die Switch 2 liegt also klar über der PS4 und erreicht dank DLSS teilweise sogar bessere Bildstabilität als die Series S, obwohl die interne Auflösung niedriger ist. Probleme treten nach Angaben der Technik-Experten vor allem bei schneller Bewegung auf: Block-Artefakte beim Fahren und Bildzerfall bei Hintergrunddetails sind sichtbare Schwächen.

Auch steht die grafische Qualität der Switch 2 im Vergleich mit der PS4 und Series S sehr gut da. Texturqualität, Screen-Space-Reflexionen und Motion Blur sind weitgehend identisch. Unterschiede gibt es bei der Ambient Occlusion, die auf der Switch 2 stärker ausfällt, und beim fehlenden Lens-Flare-Effekt der Series S. In Innenräumen, wo Zeit und Tageslicht vergleichbar sind, zeigt sich vor allem DLSS als dominanter Faktor bei der Bildwirkung.

Insgesamt hinterlässt das gezeigte Material bei Digital Foundry einen überraschend positiven Eindruck der Switch-2-Version. Sie wirkt stabiler als die PS4, kommt bildtechnisch nahe an die Series S heran und profitiert deutlich von DLSS. Für einen Third-Party-Titel dieser Komplexität auf einer mobilen Plattform ist das eine beeindruckende Leistung, die nach Ansicht der Technik-Experten auf eine durchdachte Optimierung hindeutet. Digital Foundry wird sich das Spiel zur Veröffentlichung noch näher anschauen, die bisherigen Eindrücke machen jedoch Hoffnung.