Dangbei Freedo im Test: Guter Outdoor-Beamer mit genialer Verpackung!
Wenn der Sommer nicht gerade so verregnet ist wie dieser hier (oder ist das bei euch anders?) gibt es doch kaum etwas Schöneres als einen Filmabend im Freien. Der Dangbei Freedo soll euch für kleines Geld ein flexibles Gerät an die Hand geben, mit dem ihr drinnen wie draußen Serien und Filme anschauen könnt. Ein High-End-Kinoerlebnis findet ihr hier nicht, dafür einen Beamer, der in fast jeder Situation einsetzbar ist und von allem, was wichtig ist, ein bisschen was mitbringt.
Box und Zubehör: Der Dangbei Freedo ist der erste Beamer, sogar das erste Produkt, das ich teste, bei dem mich die Verpackung besonders beeindruckt. Unter dem Versandkarton kommt ein hellgrauer Styroporkoffer zum Vorschein. In diesem befindet sich säuberlich verpackt der Beamer. Das fühlt sich super edel an und ist gleichzeitig enorm praktisch. Der Dangbei Freedo ist, wie es der Name vielleicht schon andeutet, ein Gerät, das besonders mobil sein soll und die Verpackung fungiert hier gleichzeitig als Tragetasche - mit Tragegriff, Verschluss und eingelassene Stellen für Beamer und Zubehör.
Das ist doch mal richtig gut mitgedacht! Ein Köfferchen mit Tragegriff, Verschluss und allem.Sogar ein kleiner Beutel für den Freedo ist dabei, doch ich würde euch stets dazu raten, euer teures Gerät in den Koffer zu packen. Immerhin ist dieser gerade einmal so groß wie ein kleiner Werkzeugkoffer - und deutlich leichter! In größere Rucksäcke würde das Ding sogar auch noch hineinpassen. Etwas Besseres hätte man sich für den Transport nicht ausdenken können. Damit der Beamer sein Versprechen von Flexibilität und Mobilität einlösen kann, habt ihr direkt alles da, was ihr braucht.
Ansonsten ist natürlich das Stromkabel dabei sowie Fernbedienung, Batterien und eine Anleitung. Der Ständer ist fest am Projektor montiert und ist daher auch mit im Transportkoffer eingerechnet. Na dann schnappe ich mir den Dangbei Freedo doch mal und gucke ihn mir genauer an.
Design und Verarbeitung: Wie bei Dangbei üblich sieht der Beamer simpel aber hochwertig aus. Der Freedo besitzt eine abgerundete, längliche Form, die etwa so lang ist, wie mein Unterarm. Vorn finden wir die Linse, an der linken Seite eine kleine Silikonklappe, hinter der wir einen USB-Port sowie einen HDMI-Anschluss finden. Der hintere Teil des Freedo ist der Lautsprecher, eingehüllt in weichem Mesh. Würde man den Beamer mit der Linse zum Boden aufstellen, sähe es beinahe wie ein viel zu breites Mikrofon aus. Das Gehäuse ist aus robust wirkendem Kunststoff, und an der Unterseite finden wir die Belüftungsschlitze.
Schick, anpassbar und strahlt an jede Wand.Damit der Freedo schön flexibel aufstellbar ist, kommt er mit einem integrierten Gimbal-Ständer daher. An die Decke streamen, ist also kein Problem. Bei mir steht er auf einem großen Kallax-Regal und strahlt ziemlich exakt geradeaus. Der Neigebereich liegt bei flexiblen 165 Grad. Ich könnte ihn also auch schräg nach unten schauen lassen oder ihn nach hinten raus sogar überstrecken. Da wird man in jeder Situation einen passenden Winkel finden - zumal es ja auch noch Optionen in den Bildeinstellungen gibt, um es zu verschieben, zu zoomen und auszurichten.
Der Ständer besitzt rutschfeste Gumminoppen am Boden und ist aus einem schweren Metall, was den Beamer zum Mitnehmen etwas ungemütlicher macht. Aber besser hier Abstriche als bei der Qualität und mit 1,4 Kilogramm ist er immerhin noch leichter als die meisten Laptops. Das halten unsere Rücken schon noch aus. Auf der linken Seite, an der Gabel, finden wir den USB-C-Stecker für den Strom. Vor dem Finden kommt allerdings erst das Suchen, denn von außen betrachtet, sieht man die kleine Buchse nicht, da sie auf der unteren Seite angebracht ist. Richtig fies versteckt, aber ein kleiner, aufgedruckter Hinweis führt mich letztendlich an das Ladeloch. Im Vergleich zum Dangbei Atom ist das Stromkabel ziemlich klein. Es gibt keinen dicken Transformatorkasten, kein zweiteiliges Kabelgewusel. Schön handlich.
Performance: Das Tolle ist, dass ihr den LED-Beamer so gleichzeitig auch ladet, denn er besitzt einen 60Wh-Akku. Ihr könnt ihn also drinnen und unterwegs verwenden. Mit Hotspot vom Handy könnt ihr fast überall streamen. Nur im Regen sollte der Freedo doch zuhause bleiben, da er an den Anschlüssen zwar gegen Staub, aber nicht gegen Wasser geschützt ist. Allerdings soll der Akku lediglich 2,5 Stunden reichen - also einen Film könnt ihr auf diese Weise etwa schauen. Mit passenden Powerbanks kann hier jedoch nachgeholfen werden. Den Akkustand zeigt der Freedo durch einen grün, gelb oder rot leuchtenden Punkt an. Auch ein Energiesparmodus ist eingebaut, dabei leidet aber die Helligkeit deutlich und das ist gerade tagsüber ein Problem, denn gegen das Sonnenlicht kommt der Freedo natürlich nur mäßig an. Im Dämmerlicht und besonders in der Nacht kann der Beamer zeigen, was er drauf hat.
Die 450 ISO Lumen sind für Indoor-Streaming ausreichend, sofern keine totale Festbeleuchtung herrscht. Das Bild selbst sieht von Haus aus solide aus. Kein extremer Farbstich, gute Kontraste und Farben und das sogar auf einer weißen Raufasertapete. Da machen sich die Über 90 Prozent DCI-P3-Farbabdeckung bemerkbar. Auch HDR 10 und HLG werden unterstützt. Ein klein wenig voller sieht das Bild auf dem teureren Dangbei Atom aus, allerdings ist der Unterschied für normale User wie mich nicht allzu auffällig.
Hier habe ich mal Netflix in einem abgedunkelten Raum angeschmissen. Ein bisschen blass um die Nase, aber definitiv machbar.Mein Abstand zur Wand beträgt etwa 2,6 Meter - das Ergebnis sind also knapp die empfohlenen 100 Zoll. Die Full-HD-Auflösung funktioniert mit diesem Abstand wunderbar. Das Bild ist scharf und nicht körnig. Wer es größer oder kleiner mag oder aufgrund der Gegebenheiten eben nicht anders kann, hat die Wahl, das Bild mit 40 bis 180 Zoll an die Wand zu werfen. Ich habe den Beamer auch vor die Tür mitgenommen und an die Hauswand projiziert. Da es gedämmert hat, war das Bild noch etwas blass, aber bereits deutlich erkennbar. Und irgendwie fühlt es sich fast verboten an, Filme an einer steinigen Wand zu schauen, die noch weniger für Beamer gedacht ist, als meine Raufasertapete.
Die 6-Watt-Lautsprecher tun, was sie sollen. Ein wenig flacher klingen sie im Vergleich zum Atom, allerdings ist mir das nur in der ersten halben Stunde aufgefallen, bis ich mich daran gewöhnt hatte - einen riesigen Unterschied gibt es also nicht. Und der Atom bewegt sich ja auch nochmal in einer anderen Preisklasse. Der Klang ist für den Preis auf jeden Fall angemessen und auch bei hoher Lautstärke klingt alles solide. Schaut man vor der Tür, sollte man natürlich die Umgebungsgeräusche bedenken - und die gesetzlichen Ruhezeiten...
Im Dämmerlicht und an einer grauen Wand, macht der Freedo eine ganz ordentliche Figur.Bei der Fernbedienung handelt es sich um dasselbe Modell, das auch der Atom nutzt. Die Fernbedienung ist länglich und liegt mit einem leicht samtigem Gefühl wunderbar in der Hand. Ihr könnt von hier den Beamer einschalten, zum Homescreen navigieren oder YouTube, Netflix und Amazon Prime einschalten. Die Lautstärke lässt sich auch hier regeln. Die Navigation ist etwas träge, das dürfte allerdings eher an der Software liegen.
Software und Features: Wie auch viele andere Modelle von Dangbei setzt der Freedo auf Google TV und bisher bin ich damit wahnsinnig zufrieden. Ihr habt jede App, die auch im App Store verfügbar ist, auf eurem Beamer. Netflix, YouTube, Prime Video, Hulu, Disney+ und mehr könnt ihr nutzen. Der einzige kleine Nachteil ist, dass das System mit seinen 2GB DDR3-RAM etwas langsam ist. Hier und da hakt es mal, aber bisher hat es mich eher weniger gestört.
Die automatischen Funktionen, etwa die Scharfstellung, funktionieren bisher einwandfrei - und ich habe den Beamer wirklich eine Weile genutzt. Auf der Raufasertapete aber auch auf unebenen Steinwänden schafft der Dangbei Freedo es, schön scharfzustellen. Einen Augenschonmodus, bei dem das Gerät abblendet, sobald ihr durchs Bild lauft, ist ebenfalls integriert. Insgesamt stehen euch 16 GB Speicher zur Verfügung, um Apps herunterzuladen. Damit hat Dangbei wirklich alle nötigen Features für einen flexiblen Beamer zusammengeschnürt.
Den Dangbei Freedo könnt ihr derzeit bei MediaMarkt oder Amazon kaufen.
Dangbei Freedo - Das Fazit zum Test
Der Dangbei Freedo bietet ein solides Paket, das zwar keine herausragenden Funktionen besitzt, aber von allem etwas kann. Es hat einen erschwinglichen Preis, eine gute Performance und tolle Bilder unter guten Lichtverhältnissen. Daneben kann der Beamer in so gut wie jedem Raum aufgestellt werden, an jede Wand und Decke projizieren und lässt sich dank Akku sogar vor der Tür einsetzen. Die geniale Verpackung hilft euch dabei, den Beamer von A nach B oder doch gleich nach C zu befördern. Zu Freunden, im Garten oder auf Reisen - der Dangbei Freedo hält in dieser Sache wirklich, was er verspricht. Der Beamer mag nicht perfekt sein, aber seine großartige Flexibilität sucht wirklich seinesgleichen.
Dangbei Freedo PROCONTRA- Material und Optik hochwertig
- Einfache Bedienung
- Gutes Bild für die Preisklasse
- Sehr flexibel dank Gimbal-Halterung
- Akku für den Outdoor-Gebrauch
- Perfekte, funktionale Verpackung
- Könnte etwas heller und lauter sein
- Reagiert etwas langsam
- Nicht ideal für Gaming









