Dying Light: The Beast zeigt im Technik-Check einen Rückschritt gegenüber Teil 2
Techlands neuester Zombie-Survival-Titel, Dying Light: The Beast, kehrt mit der bewährten C-Engine-Technologie zurück und bringt das bekannte Parkour-System sowie Zerstückelungs-Physik auf die aktuellen Konsolen. Digital Foundry hat sich den neuesten Teil der Reihe näher angeschaut.
Bei der technischen Analyse der Versionen für PlayStation 5, PS5 Pro, Xbox Series X und Series S fällt direkt ein Manko zum Start auf: Es fehlt die Unterstützung für Raytracing. Dies stellt für die Technik-Experten einen bemerkenswerten Rückschritt dar, da der Vorgänger Dying Light 2 auf PS5 und Series X einen Qualitätsmodus mit Raytracing-Schatten bot. Stattdessen stehen auf PS5 Pro und Series X aktuell nur zwei Modi zur Verfügung: ein Qualitätsmodus mit 30fps und ein Performancemodus mit 60fps, beide ohne Raytracing-Effekte.
Diesmal ohne Raytracing
Im direkten Vergleich der drei leistungsstärksten Konsolen zeigen sich deutliche Unterschiede, insbesondere bei der Auflösung. Im 60fps-Performancemodus rendern die PS5 und die Xbox Series X mit einer dynamischen Auflösung von 1080p, die in anspruchsvollen Szenen auf bis zu 972p fallen kann.
Die PS5 Pro hingegen bietet demnach einen klaren Bildqualitätsvorteil, indem sie auf 1512p abzielt und in der Praxis zwischen 1260p und 1512p schwankt. Im 30fps-Qualitätsmodus wird dieser Vorsprung noch deutlicher: Während PS5 und Series X Auflösungen bis zu 1728p bzw. 1838p erreichen, kann die PS5 Pro in weniger komplexen Szenen eine native 4K-Auflösung darstellen. Ein merkwürdiger visueller Unterschied ist laut Digital Foundry das Fehlen oder die stark eingeschränkte Darstellung von Screen Space Reflections (SSR) auf der Xbox Series X, was zu weniger detaillierten Spiegelungen auf glänzenden Oberflächen und im Wasser führt.
Dying Light: The Beast - DF Review - PS5/PS5 Pro/Xbox Series X|S - Solid Performance! Auf YouTube ansehenEine interessante Option ist die Möglichkeit, den Performancemodus auf bis zu 120fps zu bringen, was jedoch zwingend einen 120-Hz-Bildschirm mit VRR-Unterstützung (Variable Refresh Rate) erfordert. In der Praxis schwankt die Bildrate in diesem Modus stark, wobei die Konsolen im Freien demnach meist Werte zwischen 64 und 65fps erreichen.
Überraschenderweise erzielt die Xbox Series X hier im Durchschnitt eine leicht höhere Bildrate (66,4fps) als die PS5 (64,8fps) und die PS5 Pro (64,2fps). Dies lässt sich dadurch erklären, dass die PS5 Pro aufgrund ihrer höheren Zielauflösung von 1512p stärker gefordert wird. In Innenbereichen können PS5 und Series X Werte um 85fps erreichen, während die PS5 Pro hier in den hohen 70er-Bereichen bleibt.
Allgemein ist nach Angaben von Digital Foundry die Performance in den standardmäßigen 30- und 60fps-Modi auf allen drei Hauptkonsolen sehr stabil. Lediglich bei schnellen Kamerabewegungen kann es kurzzeitig zu leichtem Screen Tearing kommen, da die dynamische Auflösungsskalierung für einen Augenblick überfordert ist. Die Xbox Series S ist hingegen auf einen einzigen Modus mit 30fps beschränkt und unterstützt die 120Hz-Option nicht. Dennoch liefert sie eine stabile Performance mit einer dynamischen 1080p-Auflösung, die bis auf 864p sinken kann. Die visuellen Abstriche sind gering: Geometrie- und Schattendetails sind mit dem Qualitätsmodus der Series X identisch, lediglich einige Texturen, wie Blutspritzer, weisen eine niedrigere Auflösung auf.
Alles in allem bietet Dying Light: The Beast den Technik-Experten zufolge auf den aktuellen Konsolen eine solide Leistung. Die Verbesserungen für die PS5 Pro beschränken sich derzeit jedoch im Wesentlichen auf einen Auflösungsschub, was angesichts der Versprechen von Techland und der vielfältigeren Optionen im Vorgängerspiel etwas enttäuschend sei. Der größte Vorteil der Pro ist demnach die Möglichkeit, im Qualitätsmodus native 4K zu erreichen, doch das Fehlen von Raytracing ist ein klarer Rückschritt. Ob Techland in Zukunft per Patch noch Raytracing-Funktionen für die Konsolen nachliefern wird, bleibt abzuwarten.









