Clair Obscur: Expedition 33 vereint JRPG-Inspirationen wie Persona 5 mit einem eigenen Stil und sorgt so für ein einzigartiges, filmisches Rollenspiel-Erlebnis.

Baguette trifft Bento

Mit Clair Obscur: Expedition 33 ist Sandfall Interactive nicht nur der große Durchbruch gelungen, sondern auch eines der denkwürdigsten Entwicklerdebüts aller Zeiten. Das Spiel umfasst unter anderem rundenbasiertes Rollenspiel, aber auch Echtzeit-Elemente, ähnlich wie Baldur’s Gate 3.

Das Spiel war sogar ein derartiger Erfolg, dass selbst der französische Präsident Macron das Spiel und Studio beglückwünschte. Obwohl Clair Obscur in Frankreich produziert wurde, sind Einflüsse aus ganz anderen Teilen der Welt deutlich zu spüren. Besonders der Japanische sticht hervor, denn das europäische Studio hat sich stark an JRPGs orientiert.

Jetzt hat sich Director Guillaume Broche zu einem dieser Einflüsse und Inspirationen geäußert. Ihm hat es die Benutzeroberfläche von Persona 5 besonders angetan und diese lobte Broche in den höchsten Tönen. Für ihn sei es in dieser Hinsicht “das beste Spiel der Welt”.

Rundenbasierter Filmflair

Doch auch das Kampfsystem hat viel Inspiration geliefert und Clair Obscur maßgeblich beeinflusst. Broche bestätigte in einem Interview mit Denfaminicogamer , dass diese Parallelen zwischen den Spielen kein Zufall, sondern beabsichtigt seien. Das bekräftige er auch nochmal mit der Aussage, dass Persona 5 “das beste Spiel der Welt ist, wenn es um die Benutzeroberfläche und die Kampfdarstellung geht”.

“Die Art und Weise, wie sich die Kamera bei jeder Aktion des Spielers dramatisch verschiebt, so dass es sich anfühlt, als würde man einen Film sehen, hat mich sehr beeindruckt”, schwärmt er weiter. Deshalb hat Broche versucht, das System aus Persona so gut es geht in Clair Obscur zu integrieren. Mit seinem eigenen Twist natürlich.

Doch so ganz zufrieden ist er auch einen Monat nach Release noch nicht und möchte immer noch “so viel mehr” seiner Persona-Inspirationen in das Spiel einfließen lassen. Deshalb arbeitet er auch jetzt noch mit seinem Team an Verbesserungen und Verfeinerungen der Benutzeroberfläche, um sie so nah an seine Vision zu bringen wie nur möglich.

JRPG-Essenz à la carte

Doch Persona 5 ist bei weitem nicht das einzige JRPG, welches Sandfall beim Spieldesign als Vorlage und Inspiration diente. Im Interview verweist Broche auch auf die Atelier- und Suikoden-Reihe sowie Lost Odyssey. Und natürlich Final Fantasy 6 bis 10 nicht zu vergessen.

Während die Benutzeroberfläche spezifisch auf Persona 5 zurückzuführen ist, fällt es ihm schwer, genau zu sagen, wie die anderen Spiele Clair Obscur beeinflusst haben, sagt Broche. Das liegt vor allem daran, dass man sich nur inspirieren lassen wollte, statt einfach stumpf zu kopieren. Solche Versuche würden laut dem Director nur zu “minderwertigen Kopien” führen und das wollte man bei Sandfall tunlichst vermeiden.

All die genannten Spiele haben am Ende ihren Teil dazu beigetragen, Clair Obscur zu dem Erlebnis zu formen, das uns jetzt so begeistert. Und eine billige Kopie kann ich das Spiel nun wirklich nicht nennen.