Vor Kurzem hat Capcom bekannt gegeben, dass der Capcom Cup 12 und die Street Fighter League: World Championship 2025 erstmals per Pay-per-View übertragen werden sollen. Wer die Turniere live mitverfolgen möchte, muss künftig also tiefer in die Tasche greifen. Viele Fans sehen diesen Schritt als deutlichen Bruch mit der Offenheit solcher Events. Entsprechend fiel auch die Kritik in den sozialen Medien groß aus. Nun hat sich Capcom entschieden, sich der Kritik zu stellen und bekräftigt seine Haltung zum neuen Modell.

Fans reagieren mit Enttäuschung

Viele Fans hatten gehofft, dass das Unternehmen nach der ersten Welle an Kritik zurückrudern würde, doch Capcom bleibt bei seiner Entscheidung. In den sozialen Medien äußerten zahlreiche Fans ihren Unmut über die Paywall. Einige warfen dem Publisher vor, die eSports-Kultur kommerziell auszunutzen und den Zugang zu den Turnieren zu erschweren. Andere wiederum zeigten sich besorgt, dass das neue Modell kleinere Communities ausschließen und das internationale Wachstum der Fighting-Game-Szene bremsen könnte. Besonders langjährige Zuschauer sehen in der Entscheidung einen Bruch mit einer Tradition, die den Capcom Cup zu einem der größten und zugänglichsten Turniere der Welt gemacht hat.

Capcom rechtfertigt seine Entscheidung

Capcom verteidigt das neue Modell jedoch entschieden. In einem offiziellen Statement auf dem Capcom Fighters-Account heißt es: "Die Entscheidung, Pay-per-View-Livestreaming für den Capcom Cup 12 und die Street Fighter League: World Championship 2025 einzuführen, basiert auf unserem Engagement, unser eSports-Geschäft mittel- bis langfristig nachhaltig zu fördern. Unser Ziel ist es, diese Turniere zu international wettbewerbsfähigen Veranstaltungen auszubauen, indem wir in die teilnehmenden Spieler und Teams, unsere Partner und verwandte Geschäftsbereiche reinvestieren."

Die Einnahmen sollen laut Capcom in Teams, Partner und zukünftige Projekte zurückfließen, um die Wettbewerbe langfristig zu stärken. Capcom scheint die Kritik der Fans zwar wahrzunehmen, betrachtet diesen Schritt jedoch als notwendig, um den eSports-Bereich wirtschaftlich stabil weiterzuentwickeln. Eine Anpassung der Ticketpreise wird derzeit geprüft.