Arc Raiders passt sein Matchmaking erneut an und erfüllt damit einen Wunsch, den viele Spieler seit Monaten äußern. Mit Update 1.36.0 verfolgt Embark euer Spielverhalten jetzt getrennt für Solo-, Duo- und Trio-Runden. Wer allein freundlich Ressourcen sammelt, soll dadurch nicht mehr automatisch in friedlichere Trio-Lobbys rutschen. Umgekehrt soll aggressives PvP im Team nicht mehr euer Solo-Profil beeinflussen.

Das Update ist bereits für PC, PlayStation und Xbox verfügbar. In den Patch Notes spricht Embark von einer der meistgewünschten Matchmaking-Funktionen aus der Community-Umfrage im Mai. Die Änderung klingt technisch trocken, trifft aber einen zentralen Punkt von Arc Raiders: In einem Extraction-Shooter macht es einen erheblichen Unterschied, ob ihr allein unterwegs seid oder mit zwei Freunden als mobile Abrissbirne über die Karte zieht.

Bisher floss euer Verhalten über alle Gruppengrößen hinweg in ein gemeinsames Matchmaking-Profil ein. Das konnte zu schiefen Ergebnissen führen. Ein Spieler, der solo vorsichtig spielt, anderen hilft und sich eher auf PvE-Aufgaben konzentriert, konnte dadurch auch im Trio in kooperativere Runden geraten. Wer dagegen mit Freunden regelmäßig andere Spieler jagt, konnte dieses aggressivere Profil in Solo-Runden mitschleppen.

Euer Flehen wurden erhört

Mit Update 1.36.0 gibt es diese Überschneidung laut Embark nicht mehr. Solo, Duo und Trio werden separat bewertet. Ihr könnt also allein Pflanzen sammeln, Quests erledigen und anderen Raidern freundlich zunicken, während ihr im Trio weiterhin auf Konfrontation spielt. Das Game behandelt diese Verhaltensweisen künftig als getrennte Muster.

Ganz neu ist die Arbeit am Matchmaking nicht. Embark hatte im Mai bereits erklärt, dass Arc Raiders das Verhalten der Spieler berücksichtigt, vor allem im Umgang mit anderen Raidern. Wichtig dabei: Das System sortiert euch nicht einfach in zwei Lager wie "freundlich" und "schießt sofort" ein. Laut Studio arbeitet es mit einer Skala, auf der viele Spieler irgendwo zwischen Kooperation, Vorsicht, Opportunismus und offenem PvP landen.

Das Matchmaking soll weniger falsche Schlüsse ziehen

Embark hatte damals auch zwei Schwächen eingeräumt. Zum einen behandelte das System defensive Aktionen nicht sauber genug. Wer sich gegen Angreifer wehrte, konnte dadurch stärker als PvP-orientiert gelten, obwohl er den Kampf nicht begonnen hatte. Zum anderen hatten Runden mit sehr wenig Aktivität offenbar zu viel Gewicht im Profil eines Spielers.

Beides wurde inzwischen angepasst. Selbstverteidigung wird nicht mehr wie das Eröffnen eines Kampfes bewertet, und Runden mit kaum Interaktion haben weniger Einfluss auf die Einschätzung eures Spielstils. Zusammen mit der neuen Trennung nach Gruppengröße soll das Matchmaking genauer abbilden, wie ihr tatsächlich spielt.

Daneben bringt Update 1.36.0 weitere Änderungen. Unter anderem erhöht Embark den Wert der Beute aus ARC-Turbinen, behebt Probleme mit verschwundenen Turbinen, arbeitet weiter an Anti-Cheat-Maßnahmen und prüft eine Ausweitung der "No Free Loadout"-Regel auf weitere Kartenbedingungen. Für viele Spieler dürfte aber vor allem die Matchmaking-Anpassung relevant sein. Alle Änderungen von Update 1.36.0 listet Embark im offiziellen Blog.