Arctic Nova Elite: SteelSeries stellt 650-Euro-Headset für Hi-Fi-Enthusiasten vor
SteelSeries hat mir bereits vor zwei Jahren auf der gamescom einen ersten, kleinen Blick auf das Arctis Nova Elite ermöglicht. Jetzt kündigt das Unternehmen endlich an, was ich so lange verheimlichen musste: Das Arctis Nova Elite. Das bisher teuerste Gaming-Headset des Herstellers. Großartig anders als die Vorgänger sieht es nicht aus, dafür hat SteelSeries ordentlich am Innenleben gefeilt.
SteelSeries Arctis Nova Elite: Die Funktionen
Das Arctis Nova Elite ist kein Headset für jeden. Dafür ist der Preis schlicht zu hoch. Mit dem Elite sollen vor allem die Spieler unter euch angesprochen werden, die ebenfalls ein großartiges Audio-Erlebnis in anderen Bereichen wünschen. 40-mm-Carbonfaser-Treiber, Wireless, ANC, Hi-Res für High-End-Gaming- und Musik-Erlebnis auf PC, Konsole, per Aux und Bluetooth und sogar OmniPlay bringt es mit. Stolze 650 Euro sollen diese neuen Kopfhörer kosten. Puh, das ist ja nicht gerade erschwinglich.
Hochauflösendes Wireless-Audio auf vier Quellen gleichzeitig, Mikrofon mit 32 kHz/16-Bit, KI-Geräuschunterdrückung und mehr bringt das Gerät mit. Auch das beliebte Dual-Akku-System, bei dem ihr einen Akku nutzt, während ihr den anderen gemütlich aufladet, ist mit an Bord.
Ja, da besteht durchaus die Gefahr, es mit dem alten Nova Pro zu verwechseln.Dank 24-Bit/96-kHz-Übertragung über 2,4 GHz und Bluetooth, neuem GameHub und dem LC3+-Codec sowie Frequenzen von 10 Hz bis 40 kHz ist das Headset für jede Lebenslage gerüstet. In der Arctis App gibt es dann noch über 200 spielspezifische Audioeinstellungen.
Wie Elite ist das neue Gaming-Headset wirklich?
Ich selbst durfte das Headset noch nicht in der Hand halten. Alex allerdings schon, und zwar auf der diesjährigen gamescom. Er hat hier einen kleinen Ersteindruck und ein paar Gedanken beigesteuert:
"Ich gebe zu, ich war zuerst überrascht, dass Steelseries den Formfaktor seines Kassenschlagers Nova Pro Wireless so überhaupt nicht verändert hat. Gerade Umsteiger vom alten auf das neue Gerät könnten das schon auf Sicht erkennbare “Neue” am Elite vermissen. Dann wiederum gab es an der Form des “alten” Pro Wireless wirklich gar nichts auszusetzen. Das scheint auch Steeleries so zu sehen und spricht der Bauweise mit dem Elite einmal mehr ihr Vertrauen aus."
"Nimmt man das Headset aber in die Hand, merkt man direkt, dass die Materialien nun noch eine Ecke erlesener gewählt wurden. Das Elite wirkt nicht schwer, aber unheimlich solide, robust, unbeirrbar. Der Touch der Oberflächen ist soft und schmeichelt den Fingern und Handflächen. Beim Aufsetzen erkannte ich direkt, dass der Knubbel, der im alten Gerät aus der Mitte der Treiber etwas herausragte, verschwunden ist. Beim kurzen Test, leider ohne Musik, erwies sich das Tragegefühl als vertraut, aber bequem. Nett auch, dass ich beim Elite keinerlei Probleme hatte, das eingelassene Mikrofon aus dem Gehäuse zu ziehen."
"Die Basisstation wirkt mit dem güldenen Drehregler vielleicht ein bisschen “drüber”, aber ich könnte mich dran gewöhnen. Das Bedienkonzept finde ich nach wie vor genial und die Aussicht, am neuen Gerät gleich vier Geräte gleichzeitig zu betreiben (drei per USB-C, eines per Bluetooth), passt gut zu meinem persönlichen Use-Case."
"Nun bleibt die Frage, ob 650 Euro nicht etwas viel Geld sind. Tatsächlich versteht Will Garner von Steelseries den Einwand bestens, wie er mir im Gespräch schilderte. Man sei sich bewusst, dass dieses Headset nicht für jedermann sei. Das Nova Pro Wireless (Straßenpreis um die 300 Euro) sieht man weiterhin als die optimal positionierte Premium-Lösung für die meisten Spieler und Spielerinnen. Das Elite bezeichnet er dagegen als das Headset, das man bauen würde, wenn man keine Kosten und Mühen scheuen würde."
"Für jemanden wie mich, der neben einem Gaming-Headset auch noch einen separaten Hifi-Kopfhörer für Musik benutzt und viel zwischen beiden wechselt, ist der Gedanke eines Headsets, das beides gleich gut kann – Gaming /Entertainment und Musik – unheimlich reizvoll und zumindest einen Versuch wert. Noch dazu, wenn er in der Form und Bedienbarkeit des fantastischen Nova Pro daherkommt, mit dem ich seit drei Jahren wirklich sehr zufrieden bin und an dem für mich kein anderes Headset dauerhaft vorbeigekommen ist. Ob dem Arctis Nova Elite das gelingt, wird unser Test zeigen. Ich bin sehr gespannt."









