Bungie macht seit Jahren nichts anderes. Seitdem der erste Teil von Destiny im Jahr 2014 erschien, scheint sich alles bei Bungie um Live-Service-Spiele zu drehen. Auch Destiny 2 wird bereits seit nun bald acht Jahren mit neuen Inhalten gefüttert. Und auch der nächste Titel des Studios, Marathon, ist durch und durch Live-Service. Jetzt munkeln die Leute, dass dies gar nicht so sehr im Interesse der Entwickler ist. Gerüchten zufolge wollen diese lieber wieder an Einzelspielertiteln arbeiten.

Bungie wird die Live-Service-Spiele nicht mehr los

Und Bungie ist auch ziemlich erfolgreich im Erstellen von Live-Service-Inhalten. Das Studio wurde mit Destiny 2 zum Vorreiter dieses Konzepts und hat den Trend in diese Richtung aktiv mitgeprägt. Den Spielern hat das auch ziemlich gut gefallen, auch, wenn das Spiel trotz neuer Inhalte aktuell immer mehr Nutzer verliert. Destiny 2 hatte seine Zeit. Bald ist Marathon an der Reihe, was die Entwickler sicherlich wieder für einige Jahre dazu verpflichtet, Inhalte für den neuen Live-Service-Titel nachzuschieben. Und danach muss ja auch noch Zeit für das MOBA mit dem Codenamen Gummy Bears sein.

In dieser Zeit dürfte dann auch nicht so viel Platz für die Entwicklung eines großen Singleplayers sein. Doch das scheint genau das zu sein, was sich einige Entwickler bei Bungie wünschen. Wie Destiny-Bulletin-Eigentümer Zuhaad Ali berichtet, sollen viele Mitarbeiter bei Bungie ihren Wunsch nach der Arbeit an Einzelspieler-Spielen geäußert haben und dafür bereits erste Ideen vorschlugen, die sie als besonders risikoarm einschätzten. Trotzdem wurden diese Projekte schnell wieder verworfen.

So wie es aussieht, dürfte Bungie also nicht so schnell wieder in das Singleplayer-Geschäft einsteigen. Und wie eine neue Befragung der GDC nahelegt, ist Bungie damit nicht allein. Über 3.000 Entwickler wurden befragt. Von ihnen arbeiten rund 16 Prozent an Live-Service-Spielen. Ganze 42 Prozent können sich nicht vorstellen, an einem Live-Service-Projekt zu arbeiten und lehnen dies komplett ab. 29 Prozent sind unentschlossen und nur 13 Prozent können sich die Arbeit an einem solchen Projekt vorstellen. Autsch.