Nvidia, Marktführer in Sachen Grafikkarten und seit Jahren in Sachen KI sehr umtriebig, muss einen harten Schlag hinnehmen. Der Börsenwert des Unternehmens ist um 200 Milliarden Dollar abgestürzt und hat somit einen neuen Tiefpunkt seit September 2024 erreicht. Grund hierfür sind die neuen Zölle der Trump-Administration.

Nvidia in der Krise?

Nvidia ist vor allem für seine Grafikkarten der Nvidia RTX Reihe bekannt und wurde im Oktober 2024 sogar zum wertvollsten Unternehmen erklärt. Zwar lässt Nvidia einige Chips in Taiwan produzieren, aber zusammengesetzt werden viele Produkte in Mexiko, welches nun von den neuen US-amerikanischen Zöllen betroffen ist. Taiwan selbst wurden bisher noch keine Zölle auferlegt, sollten diese aber ausgeweitet werden, könnte das Probleme für Nvidia bedeuten. Aktuell ist das Unternehmen von 3 Billionen Dollar Wert auf 2,79 Billionen Dollar abgerutscht.

Auch wenn das alles erstmal bedenklich wirkt, so zeigt ein Blick in die Vergangenheit, dass Nvidia trotzdem einen positiven Trend verzeichnet. Am Tiefpunkt im September letzten Jahres kostete eine Aktie 103 Dollar, während jetzt, trotz der Einbußen, eine Aktie immer noch 116 Dollar kostet. 2020 kostete eine Aktie sogar gerade einmal 6,65 Dollar, was zum aktuellen Zeitpunkt einen Wertzuwachs von 1600% bedeutet.

Trumps Zölle

Die Zölle, welche ursprünglich im Februar in Kraft treten sollten, sind nun seit gestern aktiv. Präsident Trump hat Zölle in Höhe von 25 % auf Produkte aus Kanada und Mexiko verhängt. Dies ist auch generell auf dem Börsenmarkt zu spüren. Der Dow-Jones-Index ist um 670 Punkte gefallen und sowohl der S&P 500 als auch der Nasdaq Composite verzeichneten Kursverluste.

Doch diese Zölle werden nicht nur Auswirkungen auf die Aktien von Nvidia haben, sondern höchstwahrscheinlich auch auf unser Portemonnaie. Denn höhere Produktionskosten durch Zölle bedeuten über kurz oder lang auch höhere Preise bei Grafikkarten, Computerteilen und Konsolen, ähnlich wie bei der Chip-Knappheit während Corona. Wie sich die Zölle und deren Auswirkungen langfristig entwickeln werden, bleibt abzuwarten.