Wegen Bugs und Performanceproblemen erlaubt Sony Erstattungen für das jüngst veröffentlichte MindsEye. Es ist ein seltener Schritt, der Bände über den Zustand des Spiels spricht.

Wenn selbst Sony kapituliert

MindsEye ist eines dieser Spiele, die wahnsinnig viel versprochen haben und dessen Konzept mich sehr angesprochen hat. Aber Junge, Junge bin ich froh, mir Build a Rocket Boys Debüttitel nicht direkt zum Release geholt zu haben. Denn was man von manchen Seiten hört und sieht, erinnert mich persönlich an die berüchtigte Veröffentlichung von Fallout 76.

Doch bei MindsEye ist es dermaßen schlimm, dass sogar PlayStation seine Rückgaberichtlinien im Store über den Haufen wirft. Sonst ist man im Hause Sony eher zurückhaltend, was Erstattungen angeht, doch die Menge an Performance-Problemen, Bugs und Glitches sind sogar für sie zu viel.

Etwas Vergleichbares hatte es zuletzt nur nach dem Release von Cyberpunk 2077 gegeben. Zwar haben die Entwickler auf X bereits bekannt gegeben, dass sie an mehreren Updates arbeiten, die in den nächsten Wochen kommen sollen. Damit möchte man so schnell wie möglich die größten Probleme aus der Welt schaffen und das Spiel mit der Zeit zu dem machen, was ursprünglich versprochen war.

Von Rockstar zum Rohrkrepierer?

Während einige Spieler geduldig warten und hoffen, dass MindsEye das Ruder noch herumreißen kann, haben andere Spieler angefangen, den Kampf mit Windmühlen aufzunehmen und PlayStation um eine Erstattung zu bitten. Mit überraschendem Erfolg, denn tatsächlich werden diese genehmigt und die Glücklichen posten auf Reddit und X, wie sie es geschafft haben.

“Das spricht Bände über den derzeitigen Zustand des Spiels”, schreibt ein Reddit-User unter einem solchen Post. Und es ist in der Tat ein wirklich schlechtes Zeichen für MindsEye, vor allem weil doch der ehemalige Rockstar Präsident Leslie Benzies das Projekt federführend leitete. Er war Chefentwickler bei GTA und mit seinem eigenen Studio sollte er doch ein vergleichbar starkes Produkt herausbringen.

Natürlich sollte man nicht gleich den Kopf in den Sand stecken, denn auch Cyberpunk und No Man's Sky haben ein beeindruckendes Comeback hingelegt. Es ist also noch möglich, das Ruder herumzureißen und das Studio scheint auch alles dafür zu tun. Allerdings sind Aussagen von Benzies und Studio-CEO Mark Gerhard, dass hinter all der Kritik eine gekaufte Schmierkampagne stecke, wenig hilfreich, um die Hoffnung hoch zu halten.