Ben Starr rechnet mit Microsoft ab: Harte Kritik an Xbox-Entlassungen
Schauspieler Ben Starr hat sich kritisch zu Microsofts Umgang mit der Entlassungskrise geäußert. Der für seine Rollen in Final Fantasy 16 und Clair Obscur: Expedition 33 bekannte Darsteller wirft dem Konzern vor, die Öffentlichkeit und die eigenen Fans über Jahre hinweg mit falschen Botschaften über die Zukunft von Xbox getäuscht zu haben.
Starr wirft Microsoft irreführende Kommunikation vor
In einem Auftritt im Podcast Pause for Thought kritisierte Starr vor allem die Strategie hinter Microsofts jahrelanger Expansion. Seine erste große Kritik richtet sich gegen die Übernahmepolitik des Unternehmens, die ab 2018 massiv ausgeweitet wurde. Damals kaufte Xbox unter anderem Playground Games, Ninja Theory, Undead Labs, Compulsion Games, Obsidian Entertainment und inXile Entertainment, um die eigenen First-Party-Studios zu stärken.
Ben Starr Talks About Everything Except Clair Obscur: Expedition 33 (Sort Of) Auf YouTube ansehenMicrosoft hatte die Übernahmen damals als Chance dargestellt, Entwicklern mehr Sicherheit und größere Möglichkeiten zu geben. Starr sieht diese Argumentation inzwischen als widerlegt: „Damals mag es vielleicht nicht wie eine Lüge gewirkt haben, aber heute weiß man, dass es eine Lüge ist, dass Konsolidierung etwas Gutes ist“, sagte der Schauspieler.
Besonders die damaligen Präsentationen von Xbox seien von einem Gefühl der Überheblichkeit geprägt gewesen. Die Botschaft, dass eine Eingliederung in einen großen Konzern automatisch Schutz und kreative Freiheit bedeute, hält Starr für falsch. „Konsolidierung ist eine gute Sache. Konsolidierung bedeutet Schutz“, fasste er die damalige Kommunikation zusammen, bevor er widersprach: „Das stimmt einfach nicht.“
Die Senua-Situation habe das Vertrauen beschädigt
Auch aktuelle Entscheidungen von Xbox nahm Starr ins Visier. Er kritisierte die Ankündigung eines dritten Senua-Spiels von Ninja Theory während des Xbox-Showcase im Juni 2026. Der Titel wurde als Day-One-Veröffentlichung für Xbox Game Pass beworben, obwohl Berichte darauf hindeuten, dass Microsoft das Projekt nicht langfristig finanzieren wollte. Laut Starr habe die Kommunikation dadurch Vertrauen beschädigt. „War es so schwer für euch, das [die Ankündigung zu Senua] herauszunehmen?“, fragte er und erklärte, die Situation zeige: „Was ihr aus kommunikativer Sicht damit gesagt habt, ist, dass ihr bereit seid zu lügen.“
Starr kritisierte außerdem die Darstellung der Veränderungen bei Compulsion Games und Double Fine. Microsoft bezeichnete deren neue Situation als positiv, da beide Studios ihre Marken und Spielekataloge behalten und Unterstützung für zukünftige Projekte erhalten sollen. Starr widersprach dieser Darstellung und verwies auf die persönlichen Folgen der Entscheidungen. Viele Betroffene würden ihre Jobs verlieren und nicht verstehen, warum es dazu kam. Für ihn sei das kein Problem einzelner Personen, sondern ein grundlegendes Kommunikationsproblem innerhalb des Unternehmens.









