Seit Jahren ist Universes Beyond ein kontroverses Thema in der Community der MTG-Spieler. Je nach Franchise ist die Begeisterung bei mir unterschiedlich, und so geht es sicher auch vielen anderen MTG-Fans. Einige kritisieren das Konzept der Franchise-Sets im Kern, andere machen sich nicht viel daraus. Die Stimmen gegen die bunten, teils optisch etwas herausstechenden Karten, sind aber laut genug, dass Chefdesigner Mark Rosewater sich jetzt zu dieser Kritik äußert.

Universes Beyond ist gekommen um zu bleiben

Laut ihm müssen sich die Spieler an dieses Konzept anpassen oder dem Spiel endgültig den Rücken kehren. Eine knallharte Ansage, die er auf Tumblr aussprach, nachdem ein Fan Rosewaters früheren Umgang mit Beschwerden über Universes Beyond kritisierte.

Was ist Universes Beyond?

Unter dieser Untermarke veröffentlicht Wizards of the Coast seit 2021 MTG-Karten mit Charakteren aus anderen bekannten Franchises. Bisherige Crossover umfassen Marken wie Warhammer 40.000, Der Herr der Ringe, Fallout und kommende Großprojekte mit Marvel.

Es gebe laut Rosewater nur drei Wege, damit umzugehen: Man kann die Veränderung akzeptieren, sich eine Spielgruppe suchen, die keine Franchise-Sets nutzt, oder man verabschiedet sich von dem Spiel.

"Keiner dieser Wege ist von Natur aus einfach. Ich verstehe euren Unmut wirklich", sagt er. Einen Weg zurück gebe es nicht mehr. "So funktionieren das Spiel und die Welt einfach nicht. Wenn die Zahnpasta erst einmal aus der Tube ist, bekommt man sie nicht mehr hinein."

"Ob man Universes Beyond nun mag oder nicht – es hat das Wesen des Spiels grundlegend verändert. Es hebt das Spiel auf eine völlig neue Ebene, sowohl was den Umfang als auch den Bekanntheitsgrad angeht – ähnlich wie Commander die Wahrnehmung des Spiels und die Art und Weise, wie Menschen damit interagieren, für immer verändert hat."

Leider weisen Fans auf Reddit auf eine klitzekleine Logiklücke hin. Denn so leicht man statt Commander einfach ein anderes Format spielen kann, so kompliziert ist es, legale Karten, die in jedem Format spielbar sind, einfach zu umgehen.

Ich selbst finde die klassischen Sets tatsächlich auch oft ansprechender, wobei Herr der Ringe sich so perfekt in die MTG-Optik eingliedert, dass es mir kaum auffällt. Das ist bei Marvel-Sets oder den Turtles natürlich etwas anders.

Wer ist Mark Rosewater?

Seit 1995 arbeitet Rosewater als Designer für Magic: The Gathering, seit 2003 ist er dessen Head Designer. Rosewater gilt als das populärste Gesicht von Wizards of the Coast und beantwortet auf seinem persönlichen Tumblr-Blog "Blogatog" fast täglich Fan-Fragen direkt.